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Öffnungszeiten:

April + Mai /

Sept. + Oktober
Mo–Sa: 9-18 Uhr
Sonn- und Feiertags: 13-17 Uhr

Juni - August
Mo–Sa: 9-19 Uhr
Sonn- und Feiertags: 13-17 Uhr

November
Mo–Sa: 10-17 Uhr
Sonn- und Feiertags: 13-17 Uhr

Dezember - März
Mo–Sa: 10-16 Uhr
Sonn- und Feiertags:

13-16 Uhr

Gottesdienst
Sonntag 10.30 Uhr

Erhaltungsbeitrag für Besucher/innen über 18 Jahre: 2.- €


Kirche St. Nikolai : Baugeschichte

St. Nikolai ist die älteste der drei großen Pfarrkirchen Stralsunds. Mit der Verleihung des Stadtrechtes 1234 begann der Bau einer gewaltigen Hallenkirche, die um 1270 für Messen und Bestattungen teilweise genutzt werden konnte. Ein Brand oder teilweiser Einsturz eines Glockenträgers um 1270 war vermutlich Anlass, diesen Bau im Bereich des Chores wieder abzureißen und nach dem Vorbild französischer Kathedralen und mit Blick auf die im Bau befindliche Lübecker Marien- kirche neu zu errichten. Nach Vollendung des Hohen Chores wurde dieser nach Westen provisorisch abgeschlossen.
Bereits 1279 wird die Weihe der Hochaltars überliefert. Langhaus und Einturm des Vorgängerbaus werden zu Beginn des 14. Jhdts. abgerissen. Es wird mit dem Bau der Doppel- turmanlage begonnen. Bis etwa 1350 wird der Bereich zwischen der Doppelturmanlage und dem Hohen Chor durch das Langhaus geschlossen. Der Südturm hat eine Höhe von
102 m, Hoher Chor und Langhaus erreichen die Höhe
von 29 m.

Mit dem Aufstieg Stralsunds zur mächtigsten Stadt im "wendischen Quartier" der Hanse wird die Ratskirche ausgesprochen reich, vornehm und gediegen ausgestattet.
Die 56 (!) Altäre hatten einstmals ihren Platz an den Pfeilern im Hohen Chor, im Langhaus und in den Kapellen der Seiten- schiffe. Der größte Teil der Altäre wurde mit der Reformation (Bildersturm 1525) aus der Kirche entfernt. Trotz großer Verluste ist die Kirche mit dem auf unsere Zeit überkommenen Inventar eine der reichsten Nordeuropas.
In nachreformatorischer Zeit wurden die Kapellen als Räume für die Bestattung vornehmer Bürgerfamilien genutzt und oftmals mit aufwendigen Schauwänden zum Seitenschiff hin geschlossen.

Der natürliche Alterungsprozess erfordert etwa alle 100 Jahre eine Gesamtinstandsetzung des Baus. Seit 1971 wird mit erheblichen kirchlichen Mitteln das Äußere der Kirche vor dem Verfall bewahrt. Die Restaurierung des Innenraumes der Kirche begann 1980 und dauert gegenwärtig noch an.
Ziel der Restaurierung ist die Wiederherstellung der Architekturfarbigkeit nach der ersten einheitlichen Fassung um 1350. In wohl keiner Kirche Norddeutschlands gibt es eine so eigenständige und reiche Farbfassung wie in der Stralsunder Nikolaikirche.