A K T U E L L E S

Das Weihnachtsoratorium
von Johann Sebastian Bach


Also schrieb der Textdichter einen neuen geistlichen Text, Bach instrumentierte und arrangierte seine Vorlage ein wenig um, und so entstand die Musik, die uns heute vertraut ist. Parodie nennt man dieses Verfahren, bei dem der Komponist bei sich selbst oder bei anderen „klaut“ um ein „weltliches“ Werk zu „vergeistlichen“.

Unsere diesjährigen Aufführungen werden für das Stralsunder Publikum etwas wesentliches Neues zu bieten haben: bei der Ankündigung taucht er schon auf, der Begriff der „historischen Aufführungspraxis“. Dabei geht es hauptsächlich um klangliche Dinge, in erster Linie die Instrumente und ihre Spielweise. Das Orchester spielt ausschließlich auf Originalinstrumenten, bzw. Kopien, deren Klang feiner und „durchsichtiger“ ist, die auch mit differenzierterer Technik gespielt werden als ihre heutigen Pendants.

Der Bach-Chor bemüht sich ebenfalls um eine authentische Interpretation, wenn er an Aussprache, Betonungen und Phrasierung arbeitet. Man könnte sagen, die Musik wird „entschlackt“ und vom angesetzten Staub befreit. Die zwei Aufführungen in der Heilgeistkirche beginnen absichtlich zu unterschiedlichen Uhrzeiten, so hoffen wir, dass sich möglichst viele dazu einladen lassen.

Matthias Pech


Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Weihnachtsoratorium I-III
Samstag, 11. Dezember, 19.30 Uhr
Sonntag, 12. Dezember, 17.00 Uhr
Heilgeistkirche

Britta Miller (Sopran)
Meindert Zwart (Altus)
Knut Schoch (Tenor)
Ralf Grobe (Bariton)
Bach-Chor an St. Nikolai
Barockorchester „Musica Baltica“
Leitung: Matthias Pech

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